Das Leitwerk sorgt für die Ausführung eines Befehls und für den Ablauf eines Programms: In das Befehlsregister wird der auszuführende Befehl entweder manuell - über das Bedienungspult - oder automatisch gebracht. Nach Übernahme des Befehls in das Steuerregister wird der Befehl wirksam. Das Steuerregister setzt entsprechend den gesetzten Befehlsbits die Schalter in der ganzen Maschine auf durchlässig (grün) oder gesperrt (rot). Weitere Einzelheiten im späteren Beispiel.
Das Rechenwerk führt entsprechend den Steuerungen des Leitwerks arithmetische Operationen aus: Addition, Subtraktion, Verschiebung (dh. Multiplikation oder Division mit 2 bzw. 4). Ein Operand (von evtl. zwei) ist im »Akkumulator«, in dem auch das gebildete Ergebnis abgelegt wird.
Als Speicher stehen in der Z22 ein Magnettrommelspeicher und der Kern- oder Schnellspeicher zur Verfügung. Der eigentliche Arbeitsspeicher ist der Trommelspeicher, während der Kernspeicher eher die Funktion heutiger Rechenregister erfüllt. Die Z22R arbeitete mit Speichereinheiten von 38 Bits. Der Trommelspeicher hat davon 8192, der Kernspeicher 32, von denen aber einige mit Spezialfunktionen belegt sind.
Als Ein- und Ausgabe standen eine elektrische Schreibmaschine - »Fernschreiber« - sowie Abtaster und Stanzer für 5-Kanal-Lochstreifen zur Verfügung.