Mit Zuse fing es an – Seite 15

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kiohne
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Bedienungspult (mit Befehl A2000).

Die oberste Tastenreihe enthält hauptsächlich Schalter zur technischen Bedienung, z.B. den roten »Aus«-Schalter.

Die 38 (weißen) Tasten der beiden nächsten Reihen entsprechen einem Maschinenwort mit 38 Bits. Eine eingerastete Taste bewirkt eine binäre 1, eine ausgerastete Taste eine binäre 0. Durch Drücken der Taste »Befehlsübernahme« unten kann ein durch Tastenstellungen zusammengestelltes Maschinenwort als Befehl in das Befehlsregister der Maschine übertragen werden. Umgekehrt zeigen in die Tasten eingebaute Lämpchen den Inhalt des Befehlsregisters an; für den Menschen natürlich nur im Stop-Zustand der Maschine deutlich erkennbar; beim Programmlauf erkennt man nur ein laufend variierendes Flackern der Lämpchen.

Obwohl die direkte Eingabe von Befehlen über das Bedienungspult der Wartung und Spezialanwendungen vorbehalten war, sei dies hier zur Demonstration gemacht:
In der oberen der beiden Maschinenwortreihen sind die Tasten mit Buchstaben beschriftet: das sind die elementaren Befehle der Z22. Man sieht hier den Befehl »A« eingetastet; das steht für »Addiere«. (Die Taste ganz links ist bei Befehlen immer eingetastet.)
In der unteren der beiden Maschinenwortreihen sind die Tasten mit Zahlen beschriftet. Zählt man die Zahlen der eingerasteten Tasten zusammen, erhält man (dezimal) 2000. Das bedeutet aber nicht, dass der Befehl die Zahl 2000 addiert. Die eingetastete Zahl ist eine Trommelspeicheradresse. Die 8192 »Zellen« des Trommelspeichers sind mit »Adressen« 0 bis 8191 versehen. Der eingetastete Befehl verlangt die Addition derjenigen Zahl, die gerade in der Trommelspeicherzelle Nummer 2000 gespeichert ist.
Man kann nachvollziehen, dass man mit den Werten 1, 2, 4, 8, ... , 4096 alle Zahlen von 0 bis 8191 darstellen kann. Weiterhin gibt es auch noch Werte 1, 2, 4 ,8, 16 für eine Kernspeicheradresse (Schnellspeicher) von 0 bis 31 (Zum Ansprechen einer solchen müsste im allgemeine noch das Befehlsbit »K« eingetastet sein.)