Mit Zuse fing es an – Seite 11

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kiohne
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Magnetkerne eines Magnetkernspeichers, im Bild nicht aus der Z22, sondern aus einer Siemens-Rechenanlage.

Bei der Benutzung eines Magnetkernspeichers entfällt jegliche mechanische Bewegung; deshalb sind diese Speicher besonders schnell.

Jeder Ringkern stellt ein Bit dar und nimmt einen von zwei möglichen magnetischen Zuständen ein. Die Eigenschaft, kontinuierlich stärker oder schwächer magnetisiert zu sein, wird hier nicht gebraucht; der Kern schaltet zwischen zwei Zuständen. Dazu ist eine möglichst rechteckige Hysteresis des Ferritmaterials notwendig.

Es wird nicht jeder Kern einzeln angesteuert; dazu wären viel zu viele Steuerleitungen nötig. Um einen Kern in einen gewünschten magnetische Zustand zu versetzen, wird ein Strom durch eine ganze Reihe von Kernen geschickt, allerdings nur mit der halben für die Magnetisierung notwendigen Stärke. Ein weiterer Strom ebenfalls der halben Stärke wird durch Ringe quer dazu geschickt. Nur der Ring, bei dem beide Ströme eintreffen, wird beeinflusst.

Zum Auslesen des Zustands eines Kerns wird zunächst versucht, den Kern in einer Richtung umzumagnetisieren. Gelingt dies - hatte der Kern also den andern Zustand - wird dadurch in einer zusätzlichen Leseleitung ein Stromimpuls erzeugt; gelingt es nicht - hatte der Kern schon den versuchten Zustand - gibt es den Stromimpuls in der Leseleitung nicht. Allerdings ist der Zustand des Kerns im ersten Fall dann geändert, was beim Lesen unerwünscht ist; also wird in diesem Fall der Kern wieder auf den alten Zustand zurückmagnetisiert.